Leni Breymaier und Andreas Stoch im Archäopark Vogelherd

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Auf Einladung von Niederstotzingens Bürgermeister Marcus Bremer besuchten die SPD-Landesvorsitzende und Bundestagskandidatin Leni Breymaier und der SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Andreas Stoch den Archäopark Vogelherd.

Anlass der Einladung war, dass Bürgermeister Bremer Bundes- und Landespolitik auf die Wichtigkeit des Archäoparks Vogelherd als Präsentationsort der UNESCO-Welterbestätte Vogelherd aufmerksam machen wollte.

„Die Originalfundstücke vom Vogelherd sind das Herz unseres Archäoparks“, unterstreicht Bremer. „Sie sind Zeugnis für unsere lebenswerte Region und gehören hierher nach Niederstotzingen. Es ist unsere Natur hier, die in der Eiszeit optimale Lebensbedingungen bot und die Menschen schon vor 40.000 Jahren veranlasste, beachtliche Kunstwerke zu schaffen.“ Derzeit zeige man als Originale das kleine Mammut und den Höhlenlöwen. Sie sind Leihgaben des Archäologischen Landesmuseums in Konstanz.

Breymaier und Stoch zeigen sich begeistert vom außergewöhnlichen Konzept des Archäoparks und stimmen Bremer hinsichtlich der Wichtigkeit von Originalen am Fundort zu. Diese würden die touristische Inwertsetzung des Archäoparks unterstützen und abrunden. Fraglich finden beide, dass für den Betrieb eines Informationszentrums wie den Archäopark Vogelherd allein die Stadt Niederstotzingen zuständig sein soll.

„Wir sind stolz auf unseren Archäopark, aber die Finanzierung stellt für eine Kommune in der Größe Niederstotzingens eine enorme Herausforderung dar“, informiert Bremer. „In England gilt Stonehenge als National Heritage. Was wir hier haben ist nicht von minderer kulturgeschichtlicher Bedeutung“, so Stoch.

Hier sollten sich Land und Bund an den Kosten beteiligen, finden beide Politiker. Der Tourismus in der Region werde durch die Anerkennung als UNESCO-Welterbestätte erst richtig an Fahrt aufnehmen. Hier brauche es eine Organisation und ein touristisches Gesamtkonzept für die Vermarktung der Eiszeitkunst in der gesamten Region.

Hermann Mader, Vorsitzender des Fördervereins Eiszeitkunst im Lonetal, wünscht sich einen Bewusstseinswandel: „Wir haben hier ein Kulturerbe von Weltrang. Es gibt nichts Vergleichbares. Das sind die Kronjuwelen Deutschlands!“ Dabei brauche man breitere Unterstützung. Schließlich sei der Antrag auf die Anerkennung der UNESCO kein Antrag der Stadt Niederstotzingen oder des Fördervereins, sondern der Bundesrepublik Deutschland.

Stoch und Breymaier danken der Stadt Niederstotzingen und dem Förderverein für ihr Engagement, ohne das es den Archäopark Vogelherd so nicht gebe, und sichern ihre Unterstützung sowohl auf Landes- wie auch auf Bundesebene zu.

 
 

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