Arbeitsmarkt weiter angespannt

Veröffentlicht am 10.08.2020 in Wahlkreis
 

Vor einem Jahr waren in Ostwürttemberg im zweiten Quartal 636 Menschen in Kurzarbeit. Dieses Jahr beantragten seit Beginn der Pandemie 4.498 Betriebe für 72.103 Beschäftigte Kurzarbeit. Damit sind rechnerisch 39% aller Sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Ostwürttemberg von Kurzarbeit betroffen. Darüber und über die perspektivische Situation auf dem Arbeitsmarkt informierte Elmar Zillert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, die SPD-Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier und den SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch bei einem Austauschgespräch.

„Die Situation ist angespannt in Ostwürttemberg und die Unternehmen spüren die Krise deutlich. Bei der Kurzarbeit liegen historische Zahlen vor, die die Krise von 2009 weit hinter sich lassen“, so Elmar Zillert. Die vergangenen Corona-Monate seien durch Hilfeleistungen geprägt gewesen, teilweise habe die Agentur für Arbeit ganze Abteilungen komplett umbauen müssen, um den zahlreichen Anfragen und Hilfeersuchen der Unternehmen und Arbeitssuchenden begegnen zu können. 

Neben dem Thema Kurzarbeit würden nach einer langen Phase der guten Konjunktur nun die Arbeitslosenzahlen ansteigen und die große Herausforderung komme auf die Region im Herbst und Winter zu. Viel hänge an der weiteren Entwicklung der Pandemie, jedoch betonte Zillert, dass trotz dieses einschneidenden Ereignisses der Strukturwandel in der Automobilindustrie sowie die Themen Digitalisierung und Automatisierung politisch im Blickfeld bleiben müssten. „Die Antwort darauf lautet Weiterbildung und Qualifizierung“, so der Geschäftsführer. 

SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch unterstrich diese Position. Es müsse darum gehen Brücken zu bauen, um den anstehenden Strukturwandel zu begegnen. „Die Corona-Krise werden wir bewältigen, die tiefgreifenden Veränderungen in der Arbeitswelt müssen weiterhin das große Thema bleiben“, so der SPD-Landeschef. Nach wie vor habe die Region alle Chancen auf diesen Wandel zu reagieren.

„Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass es um eine Stärkung der staatlichen Strukturen gehen muss. Die Agentur für Arbeit ist eine solche und hat in dieser Zeit mit ihren Beschäftigten gezeigt, wie unkompliziert und unbürokratisch Hilfe erbracht wurde. Über 70.000 Einzelanträge für Kurzarbeit wollen aufgenommen, bearbeitet und ausbezahlt sein. Das hat funktioniert. Dafür wollen wir Dank aussprechen und politisch weiter daran arbeiten, die Agenturen gut auszustatten und für die Zukunftsaufgaben zu stärken. Wir können in Berlin beschließen, was wir wollen, es muss vor Ort umgesetzt werden“, so Leni Breymaier.
 

 
 

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