Austausch mit Betriebsratsmitgliedern

Veröffentlicht am 22.07.2021 in Wahlkreis
 

Leni Breymaier MdB, Fotograf: Fionn GroßeLeni Breymaier MdB, Fotograf: Fionn Große

Zum Austausch mit Betriebsratsmitgliedern der Deutsche Post Customer Service Center GmbH (CSC) traf sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier in diesen Tagen in Crailsheim.

Mit dem Betriebsratsvorsitzenden Klaus Hartmann und dessen Stellvertreter Fabian Moser, sprach die Abgeordnete über die unterschiedlichen arbeitsrechtlichen Grundlagen der Beschäftigten im Unternehmen. 

Die Deutsche Post Customer Service Center ist der hauseigene Kundenservice der Deutsche Post AG. Sie hat deutschlandweit ca. 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 21 Standorten, davon in der Region Süd (Baden-Württemberg und Bayern) etwa 520 Beschäftigte an 6 Standorten. Das Problem, das die Beschäftigtenvertreter beschreiben: Die CSC ist die letzte nicht tarifierte Tochter der Deutsche Post AG, was ca. bundesweit 700 Beschäftigte betrifft und negative Auswirkungen, etwa bei den Löhnen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern hat. Ein Teil der Beschäftigten hat noch aus der Zeit der staatlichen Post den Beamtenstatus, ein anderer Teil fällt unter den Post-Tarifvertrag, wer aber bei der CSC direkt eingestellt wurde, hat gar keine tarifliche Grundlage. 

Obwohl die Kolleginnen und Kollegen die gleiche Tätigkeit ausüben, kommt es so dazu das Menschen nebeneinander sitzen, von einer nur knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn verdienen und sein Nachbar mit 600 EUR mehr nach Hause geht. Die Kundschaft sieht immer nur einen Briefzusteller oder eine Briefzustellerin mit gelbem Fahrrad und blau-gelber Berufskleidung, im Zweifel wird die Post in der einen Straße von einer Beamtin, in der Parallelstraße von einem Tarifbeschäftigten und in der Querstraße von einem Mitarbeiter mit gesetzlichen Mindestlohn zugestellt. "Das ist doch irre", kommentiert die Bundestagsabgeordnete.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete positioniert sich mit dem SPD-Bundestagskandidaten in Schwäbisch Hall - Hohenlohe Kevin Leisner klar auf Seite der Betroffenen: "Die Post muss ihrer Verantwortung als Marktführer gerecht werden. Es ist kein Geheimnis, dass wir die Privatisierung öffentlicher Daseinsvorsorge - und dazu gehören Brief- und Paketzustellung - kritisch sehen. Die Arbeitsbedingungen müssen für alle stimmen und der Bund als größter Anteilseigner der Post hat hier Verantwortung. Ein tarifrechtliches Kastensystem passt jedenfalls nicht in die Zeit."

Gemeinsam wurde vereinbart in engem Austausch bei dieser wichtigen Frage für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Standort in Crailsheim zu bleiben.

 

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