BAföG steigt

Veröffentlicht am 03.08.2019 in Bundespolitik
 

Mit dem 1. August 2019 tritt die 26. BAföG-Novelle in Kraft. „Ab dem Wintersemester 2019/20 steigen die Leistungen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) deutlich. Davon werden zukünftig mehr Geförderte profitieren. Das ist ein Beitrag zur Chancengleichheit im Bildungswesen, den wir als SPD in der Koalition durchsetzen konnten“, so die SPD-Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier. „Egal, ob Ausbildung oder Studium: Jungen Menschen müssen alle Wege offen stehen“, meint Breymaier  weiter. 

Mit ein Grund für die Reform war, dass immer weniger Schülerinnen, Schüler und Studierende durch das BAföG in den vergangenen Jahren gefördert wurden. „Wachsende Einkommen der Eltern haben dazu geführt, dass junge Menschen keinen Förderanspruch mehr hatten. Allerdings sind gleichzeitig die Lebenshaltungskosten gestiegen. Hinzu kommen unübersichtliche Antragsverfahren sowie Sorgen und Ängste vor Schulden, die junge Menschen davon abgehalten haben, die Förderung zu beantragen. Zudem sind die Wohnkosten gerade in Hochschulstädten enorm angestiegen. Und immer mehr Studierende erziehen Kinder. Deswegen haben wir das BAföG umfassend verbessert“, so die SPD-Abgeordnete. 


Jeweils zu Beginn des Schuljahres beziehungsweise des Wintersemesters werden die Bedarfssätze erhöht. Der Wohnzuschlag für BAföG-Geförderte, die nicht bei den Eltern wohnen, wird um 30 Prozent angehoben: von derzeit 250 Euro auf 325 Euro. Auch der BAföG-Zuschlag zur Krankenversicherung berücksichtigt künftig die seit der letzten Anpassung gestiegenen Kosten. Außerdem können BAföG-Empfangende, die Kinder erziehen oder nahe Angehörige pflegen, sich über bessere Leistungen freuen. Um Verschuldensängsten entgegenzuwirken, gibt es nun einen Schuldenschnitt nach 20 Jahren, wenn der Kreditanteil nicht zurückgezahlt werden konnte. Insgesamt steigt der Förderhöchstsatz beim BAföG so von 735 Euro auf 861 Euro monatlich.
„Ein Studium darf nicht am Geldbeutel scheitern. Wir sorgen dafür, dass mehr junge Menschen Anträge stellen können und wieder mehr Menschen BAföG erhalten“, erklärt Breymaier. Die Einkommensfreibeträge steigen in drei Stufen. Der Freibetrag für das eigene Vermögen von Auszubildenden steigt ebenfalls. 


Leni Breymaier, MdB empfiehlt daher: „Durch die Verbesserungen beim BAföG ist wieder eine echte Alternative zum Nebenjob gegeben und ermöglicht es den Geförderten, sich voll auf ihre Ausbildung zu konzentrieren. Ich möchte es den Schülerinnen, Schülern und Studierenden deshalb ans Herz legen, einen Antrag zu stellen.“
 

 
 

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