Die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier erklärt zum Urteil im „Schlecker-Prozess":

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„Ich weiß, viele Betroffene haben sich für Anton Schlecker ein härteres Urteil gewünscht. Viele der Frauen warten immer noch auf eine Entschuldigung. Sie haben sich mit ihrer ganzen Kraft und Persönlichkeit für ‚ihre’ Filiale eingesetzt. Sie sind immer noch sauer und enttäuscht.

Ich bleibe dabei: Es kann nicht sein, dass ein eingetragener Kaufmann in der Spitze 50 000 Menschen beschäftigt, ohne jede demokratische Kontrolle eines Aufsichtsgremiums. Das müssen wir aus der Schlecker-Pleite lernen. Auch die Fristen eines schlecht geführten filialisierten Unternehmens sind im Insolvenzrecht einfach zu kurz. Wir dürfen nicht vergessen, nicht jede Filiale war unwirtschaftlich. Mit mehr Zeit wäre - jenseits der unsäglichen Haltung der FDP - ein Fortbestand hunderter guter Läden möglich gewesen.

Dass die Kinder eine Haftstrafe erhalten, überrascht mich. Zeigt das doch, dass diese mit mehr krimineller Energie unterwegs waren, als das der Öffentlichkeit vermittelt wurde - hier der uneinsichtige Alte, dort der konstruktivere, modernere Teil des Clans. Dieses Kapitel des Dramas muss wohl neu geschrieben werden.“

 
 

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