Gesundheit muss finanziert werden!

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Zum Austausch über die Entwicklung der Krankenhausstruktur und Ärzteversorgung im ländlichen Raum traf sich die SPD-Bundestagskandidatin Leni Breymaier mit Vertreter/innen der Kliniken Ostalb bei der St. Anna-Virngrund-Klinik. „Ich gehöre ausdrücklich nicht zu denjenigen, die der Ansicht sind, dass in unserem Gesundheitssystem zu viel Geld steckt. Gesundheit muss finanziert werden, die SPD will das durch die Umsetzung einer Bürgerversicherung erreichen“, positioniert sie sich. Vorstand Thomas Schneider, der Personalratsvorsitzender Rudi Kitzberger sowie die Betriebsdirektorin der St. Anna-Virngrund-Klinik, Alexandra Beitinger, nahmen sich Zeit für die SPD-Kandidatin und berichteten über die aktuellen Probleme im Bereich Gesundheitsversorgung.

 „Die Ärzteversorgung wird zu einem zentralen Problem des ländlichen Raums in den kommenden Jahren“, befürchtet Schneider. Von der Politik wünscht er sich unter anderem, bei aller Notwendigkeit der Strukturdiskussionen, dass das Feld „Gesundheit“ als gesamtgesellschaftliche Verantwortung gesehen werde. Hierfür bedarf es einer soliden Finanzierung. Finanzdefizite seien oftmals nicht in unwirtschaftlichen Strukturen, sondern schlicht in einer seit Jahren künstlich niedrigen Anpassung der Grundpreise sowie völlig unsachgerechten Budgetdeckelungen bei Wachstum/Mehrleistungen begründet. So erfolge für Mehrleistungen ein 3-jähriger Preisabschlag von jeweils 25 %. Für die Notfallversorgung müssten die Kliniken Ostalb Finanzmittel in Millionenhöhe zuschießen und aktuell seien Forderungen über Preisabschläge für Fixkosten in absurder Höhe von 90 % im Gespräch - der Gesetzgeber habe hier mit einer Festlegung bis 50 % eingegriffen. Solide Preise für eine gute Qualität seien das Gebot der Stunde. Bei Mindestmengen werde stets von 20-50 Leistungsfällen gesprochen. „Die Kliniken Ostalb versorgen jährlich zum Beispiel alleine im Bereich Gelenkersatz ca. 1.500 Patienten/innen. Hier gilt es die Bevölkerung nicht durch unsachliche Beispiele unnötig zu verunsichern“, so Schneider. Fachkräfte gelte es zu gewinnen und an die Kliniken zu binden, dazu bedarf es einer gerechten Vergütung. Rudi Kitzberger unterstrich, dass Deutschland mit den Ausgaben für Gesundheit im europäischen Vergleich nicht an der Spitze sei und das System mehr Geld benötige. Diese Tatsache versprach Breymaier mit nach Berlin zu nehmen, um Veränderungen zu bewirken. „Die Gesundheitsversorgung ist Teil der Daseinsvorsorge und darf nicht als Gewinnmaschine dienen“, so die SPD-Landesvorsitzende.

 
 

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