Internationaler Frauentag 2020 | EU-Gleichstellungsstrategie

Veröffentlicht am 06.03.2020 in Bundespolitik
 

Leni Breymaier sprach als Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion für EU-Gleichstellungspolitik bei der Bundestagsdebatte zum Internationalen Frauentag. In ihrer Rede begrüßte sie, dass die zuständige sozialdemokratische EU-Kommissarin Helena Dalli am 5. März 2020 pünktlich zum Internationalen Frauentag eine neue EU-Gleichstellungsstrategie vorgestellt hat. 

 

„Wir wollen nicht die Hälfte des Kuchens, wir wollen die Hälfte der Bäckerei!“ Viele starke Frauen haben seit dem ersten Internationalen Frauentag vor mehr als 100 Jahren bereits wegweisende Rechte für Frauen erstritten. „In dieser Tradition stehen und kämpfen wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, damit Gleichstellung von Frauen und Männern endlich selbstverständlich wird. Denn wir wollen nicht die Hälfte des Kuchens, wir wollen die Hälfte der Bäckerei“, erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier zum Internationalen Frauentag am 8. März 2020.

„In vielen Bereichen haben Frauen und Männer trotz mancher Erfolge in den vergangenen Jahren noch immer nicht die gleichen Chancen. Sei es in der Gesellschaft, in der Wissenschaft, Wirtschaft oder in der Politik – überall dort verhindern die Strukturen, dass Zeit, Geld und Macht zwischen den Geschlechtern gleich verteilt sind“, so die Abgeordnete weiter. Auch in der Familienarbeit und in der Sorgearbeit leisteten Frauen immer noch deutlich mehr als Männer. „Nach der (Teilzeit-)arbeit ist vor der Arbeit, und zwar unbezahlt“, so Breymaier. Frauen übernähmen den größten Teil der Kinderbetreuung, der Pflege von Angehörigen und der unbezahlten Arbeit im Haushalt. Die Bekämpfung von Lohnungleichheit sei auch die Bekämpfung von Altersarmut. Zu einer guten Rente gehörten anständige und gerechte Löhne. „Wer ein Leben lang gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt hat, soll künftig eine höhere Rente haben“, betont Breymaier. Hier setze die Grundrente der SPD an: Lebensleistung verdiene Anerkennung.

Frauen arbeiten häufiger als Männer in Teilzeit und in niedrig entlohnten Berufen. Frauen bekommen in Deutschland immer noch etwa 21 Prozent weniger Geld als Männer. Außerdem endet die Karriereleiter für Frauen viel zu oft dann, wenn es um die Besetzung von Spitzenpositionen geht. Nichts ist erledigt. Es gibt noch viel zu tun. Und daran müssen die Koalition, aber auch die Gesellschaft weiter arbeiten“, so Breymaier.

„Auch in der Politik muss sich etwas ändern. Frauen müssen endlich ihrem Anteil an der Bevölkerung entsprechend im Parlament vertreten sein. Wir als SPD wollen, dass Frauen endlich das bekommen, was ihnen zusteht: Die Hälfte der Macht im Parlament“, so die Abgeordnete.

Die Gesellschaft sei in den vergangenen Jahrzehnten gut vorangekommen, meint Breymaier, allerdings dürfe man sich darauf nicht ausruhen. Gewalt gegen Frauen habe im Jahr 2020 ein Ausmaß erreicht, das allen Sorgen bereiten müsse. Die Bundestagsabgeordnete setzt sich deshalb stark für einen Kurswechsel beim Thema Prostitution ein: „Ganz überwiegend ist Prostitution bezahlte Gewalt an Frauen“, so Breymaier weiter. Sie fordert für Deutschland die Einführung des sogenannten Nordischen Modells. Das sieht eine Entkriminalisierung der Prostituierten vor, bestraft die Freier und setzt auf Ausstiegshilfen und eine breite Sexualaufklärung.

 
 

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