Safer Internet Day 2021

Veröffentlicht am 09.02.2021 in Bundespolitik
 

Wir brauchen mehr Medienbildung in Kindergärten, Schulen sowie bei der Ausbildung von Erzieherinnen. In diesem Zusammenhang appelliert das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. (DKHW), heute am Safer Internet Day (SID), an Schulen, Kindergärten und Eltern, Kinder intensiver für den Umgang mit Risiken und Fake News im Netz zu schulen.

Anlässlich dieses Tages launcht das DKHW die Webseite www.schulsache.de. Die Organisation bietet Lehrkräften auf der Webseite eine Möglichkeit, Kindern praxisnah Sicherheit und Orientierung im Umgang mit Medien zu vermitteln, sie zu fördern, Inhalte zu hinterfragen und sich eigenen Meinungen zu bilden. Die Internetseite www.schulsache.de wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Im Alltag für Kinder und Jugendliche kann Social Media zum Teil riskant sein. Während der Covid-19 Pandemie findet Schulunterricht oftmals digital statt. Alle Heranwachsenden sollen von den Chancen der Digitalisierung profitieren. Denn Schutz, Befähigung und Teilhabe sind ihr Recht. Die Broschüre des Familienministeriums "Online dabei - aber sicher! Kindern und Jugendlichen Orientierung in der digitalen Welt geben" enthält Tipps für Eltern und Schule, wie sie Heranwachsende im virtuellen Raum schützen und Medienkompetenz vermitteln können.

Über WhatsApp, Facebook, Instagram, Snapchat oder Chats in Online-Spielen können Fremde einfach Kontakt zu Kindern aufnehmen. Wenn Erwachsene Minderjährige gezielt über Online-Plattformen ansprechen, um sexuelle Kontakte aufzubauen, wird das als „Cybergrooming“ bezeichnet. Die Kinder werden dabei aufgefordert, Nacktaufnahmen zu schicken, sich vor der Kamera zu zeigen oder mit den TäterInnen im realen Leben zu verabreden.

Als Form des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen ist Cybergrooming in Deutschland verboten. Strafbar ist die Kontaktaufnahme, die mit der Absicht erfolgt, das Kind zu sexuellen Handlungen zu bringen. Es müssen keine Fotos, Videos oder Nachrichten mit sexuellem Inhalt ausgetauscht worden sein, um den Tatbestand des Cybergroomings zu erfüllen. Selbst wenn die TäterInnen nur glauben, eine Minderjährige oder einen Minderjährigen zu diesem Zweck zu kontaktieren, ist dies bereits strafbar. Das hilft bei der Verfolgung von TäterInnen, die mit den Eltern eines Kindes oder verdeckten ErmittlerInnen Kontakt hatten.

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, und die Initiative „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ warnen daher vor starker Zunahme von sexueller Gewalt im Netz vor allem während des Lockdowns und plädieren für einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen. 


 

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie die AOK – Die Gesundheitskasse. SCHAU HIN! unterstützt Eltern und Erziehenden mit zahlreichen alltagstauglichen Tipps und Empfehlungen, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken. Mehr Informationen zu "SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht" erhalten Sie hier

Weitere Informationen des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs Johannes-Wilhelm Rörig zur die Initiative „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ bekommen Sie hier.

Mehr Informationen zum Safer Internet Day gibt es auf der Webseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, wo Sie auch hier die Broschüre "Online dabei - aber sicher! Kindern und Jugendlichen Orientierung in der digitalen Welt geben" downloaden können. Zahlreiches Material zum Downloaden sowie weitere Informationen gibt es auch auf der Webseite: www.klicksafe.de.

 
 

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