Schafzucht braucht Planbarkeit und Zukunft

Veröffentlicht am 18.06.2020 in Wahlkreis
 

Die Arbeitsbedingungen der Schafzüchter und Schafzüchterinnen  waren Thema der Hofbesichtigung der SPD-Bundestagsabgeordneten Leni Breymaier bei Schäfer Holger Banzhaf und seiner Tochter Laura in Gerstetten, bei der auch die Geschäftsführerin des Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg e.V., Anette Wohlfarth, dabei war. Die süddeutsche Wander- und Hüteschäferei ist immaterielles Kulturerbe der UNESCO.

 

Auch als  stellvertretender Vorsitzender des Landesschafzuchtverbandes Baden-Württemberg e.V. und langjähriger Vollerwerbsschäfer mit über 600 Merinoschafen hat Banzhaf den Rückgang der Schäfereien und der Anzahl der Schafe in den vergangenen Jahrzehnten  kritisch verfolgt. Grund des Rückganges sei, dass z.B. mit dem Fleisch kein nennenswerter Gewinn gemacht werden könne, da inzwischen 50 % des Lammfleisches aus dem Ausland komme. Auch der Markt für Wolle sei derzeit am Boden, da wegen der Corona-Pandemie das Hauptabnehmerland China ausfalle. „Das stellt die Schäferinnen und Schäfer vor dramatische Herausforderungen, auch die letzten heißen Sommer sind Warnsignale und lassen nicht zu, Futter für den Winter zu bevorraten, es muss zugekauft werden“, so Banzhaf. Die Bereitstellung von Futter verschärfe sich ebenfalls durch den zunehmenden Flächenverbrauch, der es schwer mache im Herbst und Winter genügend Futter für die Schafe zu finden.

Ein weiteres Problem der Schäfer sei auch die zunehmende Wolfspopulation. Hier gebe es strenge Richtlinien für die Umzäunung, die auf der Schwäbischen Alb wegen der Bodenbeschaffenheit nur sehr schwer umgesetzt werden könnten. Um die Schäferei nicht nur aus Liebe zu den Tieren und der Natur zu betreiben, sondern auch um seinen Lebensunterhalt ordentlich verdienen zu können, benötigten die Schäfer ein höheres Honorar für die Landschaftspflege, die zum Beispiel  auf unserer Schwäbischen Alb eben nur Schäfer mit ihren Schafen bewerkstelligen könnten. 

Leni Breymaier nahm die Anliegen auf und nimmt die Anliegen mit nach Berlin. Schafzucht sei auch Umweltschutz. Sie bedankte sich für den Einblick in den Beruf des Schäfers und das Engagement für Tier und Umwelt. Es sei wichtig, dass diese Tradition auch nach Corona eine Zukunft habe, sie gehöre zur regionalen Kultur der Schwäbischen Alb, so die SPD-Abgeordnete.

 
 

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