„Solidarität ist der Grundpfeiler in unserem Sozialstaat“

Veröffentlicht am 07.08.2020 in Wahlkreis
 

AOK-Geschäftsführer Hans-Joachim Seuferlein und die Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier weisen auf die Stärke des deutschen Sozialversicherungssystems hin. Dieses sichert den sozialen Frieden – gerade in Krisenzeiten. 

Schwäbisch Gmünd, Aalen, Heidenheim, den 6. August 2020 – Für viele Menschen in Deutschland ist es selbstverständlich, dass der Staat hilft, wenn es Probleme gibt. In der Corona-Epidemie ist der helfende Staat präsenter denn je, ein Hilfs- und Unterstützungspaket folgt dem nächsten.

 

„Doch die wichtigsten Grundpfeiler in unserem Sozialstaat sind die solidarisch finanzierten Sozialversicherungen. Gerade die Arbeitslosen- und die Krankenversicherung sorgen für sozialen Frieden in unserem Land“, sagt Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier im Gespräch mit Hans-Joachim Seuferlein, Geschäftsführer der AOK Ostwürttemberg. „Die solidarische Finanzierung – sprich die Bessergestellten unterstützen die Ärmeren, die Gesunden helfen den Kranken – ist jeden Monat gelebte Solidarität, wenn der Lohnzettel kommt.“

AOK-Chef Hans-Joachim Seuferlein sieht ebenfalls die Stärken des deutschen Sozialversicherungssystems und macht das an der Krankenversicherung deutlich: „Wer krank ist, wird vom Arzt oder in der Klinik versorgt. Wir als gesetzliche Krankenkasse zahlen die Rechnung des Versicherten – ob 40 Euro für den Arztbesuch oder 25.000 Euro für die Krankenhaus-OP. Dabei ist es egal, ob der Versicherte nur den Minimalbetrag von 17,78 Euro oder den Maximalbetrag von 698,47 Euro im Monat als Beitragssatz eingezahlt hat.“

Die Bundestagsabgeordnete sieht einen weiteren Vorteil bei der Krankenversicherung. „Wenn ein Arbeitnehmer krank wird, erhält dessen Arbeitgeber bis zu 80 Prozent des Lohns über eine Umlage erstattet, die solidarisch von allen Unternehmen finanziert wird“, betont Breymaier. „Ich glaube, derzeit ist jeder Arbeitgeber froh, dass es diese Umlage gibt“, ergänzt Seuferlein. „Die Unternehmen können zwischen vier Stufen wählen und damit zwischen 50 und 80 Prozent des Lohns erstattet bekommen. Gerade in dieser unsicheren Infektions-Zeit gibt das etwas Sicherheit.“

"Ich freue mich über die Leistungen und das Engagement der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)", sagt Leni Breymaier und ergänzt: "Das GKV-System sollte aus meiner Sicht in Richtung noch mehr Solidarität weiterentwickelt werden. Jeder Bürger, jede Berufsgruppe sollte diesem System angehören."  

Auch die Arbeitslosenversicherung – vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber gemeinsam paritätisch finanziert – ist in der jetzigen Corona-Krise ein Sicherungsanker. Laut Wirtschaftsförderungsgesellschaft Region Ostwürttemberg (WIRO) haben mehr als 4500 Unternehmen in den letzten Monaten in der Region einen Antrag auf Kurzarbeit gestellt. „Die Arbeitnehmer erhalten bis zu 67 Prozent ihres Nettoeinkommens aus der Arbeitslosenkasse und die Arbeitgeber werden massiv entlastet. Als SPD konnten wir in Berlin durchsetzen, dass bei längerem Bezug das Kurzarbeitergeld ab dem 4. Monat um zehn Prozent und nach dem 7. Monat um weitere zehn Prozent erhöht wird“, sagt die Sozialdemokratin Breymaier.

Der Geschäftsführer der AOK Ostwürttemberg und die Bundestagsabgeordnete sehen die Stärke des Sozialversicherungssystems und wie gut dieses sich zurzeit bewährt. „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir ein so gutes Fundament für den sozialen Frieden in Deutschland haben. Die Solidarität ist der Grundpfeiler in unserem Sozialstaat. Hans-Joachim Seuferlein ergänzt: „Ein solidarisch organisiertes Sozialversicherungssystem lebt auf Dauer nur durch eine funktionierende Wirtschaft, wo die Beiträge erwirtschaftet werden. Daher ist es sehr wichtig die Corona-Epidemie weiterhin konsequent zu bekämpfen und die AHA-Regeln zu beachten. Auch das ist Solidarität.“

 
 

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