Über Pflege diskutiert

Veröffentlicht am 07.10.2019 in Wahlen
 

Das Samariterstift besuchte die SPD-Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier jüngst, um gemeinsam mit dem Fachpersonal über die aktuellen Entwicklungen in der Pflege zu diskutieren. „Ich freue mich, dass ich mit Menschen sprechen kann, die an der Basis tätig sind.“

 

 

Sprach’s und ließ sich von Führungskräften aus der Pflege im Samariterstift Aalen berichten, wo Unterstützung seitens der Politik gewünscht ist. „Das kann ich Ihnen versichern“, antwortete ihr Christoph Rohlik, Regionalleiter, „wir brauchen die Politik wirklich.“ Leni Breymaier, sitzt unter anderem im Ausschuss Familie, Senioren, Frauen und Jugend und ist unter anderem Berichterstatterin ihrer Fraktion für den Demografischer Wandel, Rente & Altersarmut. „Uns freut das, wenn jemand aus der Politik, so offen sein Interesse an unserer Arbeit bekundet“, sagt Rohlik. Das Metier, über das geredet wird, ist der Sozialpolitikerin und früheren Gewerkschafterin nicht fremd: „Meine Schwester ist Altenpflegerin, meine Mutter war Krankenschwester und mein Bruder als Rettungssanitäter.“ Auch die Seite von Pflegenotwendigkeiten im häuslichen Umfeld ist ihr nicht fremd. Sie ist sich sicher: „Da müssen wir genau hinsehen, was die Gesellschaft will und braucht und was in die Praxis umzusetzen geht.“ 

Regine Regele, Hausleitung, Sonja Jungblut, Teamleitung Pflege und Andreas Gröber, Teamleitung Pflege sowie Anna Fürst, Mitarbeiterin und Teamleitung der Diakoniestation und Ausbildungskoordinatorin der Region Ostalb, berichten aus dem Pflegealltag. Es sei bedauerlich, dass mit der Einführung der Pflegeversicherung die Institution Altenheim weggefallen sei. Realität sei seither, dass ein alter Mensch Pflegegrad 2 erreicht haben muss, um aufgenommen werden zu können. Für den Pflegegrad seien jedoch die Level so hoch, dass die meisten Menschen in einem Zustand ins Pflegheim kommen, wo sie nicht mehr eigenaktiv an Veranstaltungen oder dem Alltagsleben teilnehmen könnten. So sei es Norm, dass die Verweildauer im Heim deutlich gesunken und es schwer geworden sei, vertrauensvolle Strukturen aufzubauen.

„Ich sehe es als problematisch an, mit öffentlicher Daseinsvorsorge Geld verdienen zu wollen“, sagte Breymaier. Sie vermag sich durchaus vorzustellen, wie frustrierend es ist, wenn Pflegekräfte tagtäglich nicht das tun können, was sie eigentlich möchten, weil sie in Dokumentationspflichten oder andere verwaltungstechnische Verantwortlichkeiten eingebunden sind. Das Gespräch arbeitete sie heraus, dass Altenpflegefachkräfte zwar hohe Anerkennung im Beruf erhalten, dass das Image des Berufes in der Gesellschaft, und dort vor allem bei jungen Menschen, dennoch schlecht ist. Es wurde zudem über die mangelnde Verlässlichkeit im Schichtdienst und über das Holen aus dem Frei gesprochen. Die Politikerin interessierte sich auch für die Ausbildungsvoraussetzungen und zeigte sich erstaunt, dass es dabei für Arbeitswillige aus Nicht-EU-Ländern zum Teil doch hohe und nicht erklärbare Hürden gibt. Sie versprach, auch künftig  gern zuzuhören, wenn es im Pflegealltag irgendwo klemmt, und es der politischen Fürsprache.

 
 

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